Blogparade: Struktur im Chaos – Wie ordnet ihr eure Notizen?

IMG_5240Ihr kennt das sicherlich: Chaos in den Notizen?
Ich versuche mein Chaos zu strukturieren, was mir manchmal besser gelingen könnte, aber ich bin durchaus zufrieden mit meiner Lösung. Volker fragte mich vor kurzer Zeit, wie ich meine Notizen ordnen würde. Er wird seiner Notizen nicht mehr Herr und möchte diese gerne strukturieren, under  rief deswegen zur Blogparade bzw Blogstöckchen auf.

Uschi Ronnenberg hat ihm in ihrem Blog schon geantwortet, nun liegt es an mir meinen Beitrag endlich zu veröffentlichen.

Mein Problem

Früher war mein Notizzettel mein Kopf, alle meine Ideen, Notizen und Termine hab ich in meinem Kopf gesammelt. Das kann man machen, führt aber zwanglsäufig im Laufe der Jahre zu einer Explosion im Kopf  und auf Dauer ist es nicht wirklich befriedigend, wenn man nicht sehen kann, wie sich die Notizen verringern oder gar auflösen.
Mir wurde das zu anstrengend, das braucht ja nun auch echt kein Mensch.

Wir nähern uns einer Lösung

Ich hab diverse Online-Tools ausprobiert, von Evernote über Google Docs bis zu Trello und diverse Einkaufslisten-Apps. Ich liebe das digitale Leben, und probiere gerne neue Dinge aus, aber ich bin back to paper und bin somit gerne etwas retro oder old school.
Aus längerer Erfahrung hab ich fest gestellt, daß mir Notizen auf vorlinierten oder -karierten Papier nicht wertig genug sind. Ich verbummel die Notizen oder merk mir nicht, dass ich ich sie geschrieben habe.

Was nicht funktioniert und was funktioniert

Was gar nicht bei mir funktioniert, dass ich mir Notizen für Projekte online erstelle.
Diverse Apps hab ich ausprobiert und wieder von meinem Tablet und Smartphone gelöscht. Ich muss anscheinend meine Notizen von handschreiben, dann bleiben sie auch etwas fester in meinem Hirn verankert und ich kann mich erinnern, wo ich sie geschrieben habe.
Das einzige was funktioniert: Ich trage alle meine Termine in mein Handy ein. iCal und Cloud-Kalender sei Dank, dass ich seit dem keinen Termin mehr verpasse. Ich hab wiederkehrende Termine, wie Physiotherapie, und alle anderen Termine von privater und geschäftlicher Natur in meinem Kalender eingetragen, das geht mit dem Smartphone immer gut. Und so habe ich die Möglichkeit von jedem Endgerät meine Termine im Blick zu habe.

Die Lösung

Das derzeit aktuelle Notizbuch ist von Paper Blanks (Format Midi) und hat ein Format von rund DIN A5, da hab ich genügend Platz, für Notizen, Schmierein und wenn ich Muße habe, einige meiner Notizen irgendwie zu ‚verzieren‘. Das klappt erstaunlicheweise ganz gut. Ich hab keine unterschiedlichen Bücher für unterschiedliche Themen. Mein Notizbuch ist quasi mein Lebensbegleiter und der Gedanke des Lebensbegleiters erleichtert mir, das ich nur ein Buch benütze.

Ich würde mich freuen, wenn Angela von Gaida Marketing, Ella von ringelmiez, Markus von whatsonmyscreen, Mario von blende2.8 erzählen oder Kiki von lawollbindung wie sie ihre Notizen bewältigen. Wie wäre es, wenn sich einfach ganz viele Herzensmenschen im meinem Umfeld sich angesprochen fühlen und Volker seine Erfahrungswerte mit strukturierten Notizen mitteilen?
Aber auch jeder andere ist herzlich eingeladen seine Erfahrungswerte mitzuteilen.

8 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Sehr spannendes Thema, mit dem ich mich auch schon sehr viel beschäftigt habe. Seit einiger Zeit habe ich für mich die bisher beste Lösung gefunden. Digital und analog. Ich berichte.

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  2. Ich verwende ein X17 Notizbuch in A6 mit auswechselbaren Heften. Dazu gehört bei mir ein Vierfachstift von Rotring. Die Hefte werden durchnummeriert und, wenn sie voll sind, archiviert.
    Das Buch habe ich immer dabei und da kommt Alles rein, was mir so einfällt und begegnet.
    Bevor ich am Ende eines Tages in den Feierabendmodus schalte, gucke ich nochmals da rein und verteile die Notizen auf die entsprechenden digitalen Tools. Projektnotizen oder solche, die zu Projekten werden sollen, kommen in Trello, Termine in den Kalender, Kontakte in die entsprechende App auf dem Handy, Story- und Artikelideen in WritersCafe und so weiter.
    Da ich das X17 immer in Reichweite habe, trage ich natürlich auch nach Feierabend Dinge darin ein. Die verteile ich dann am nächsten Morgen, beim Kaffee.
    Selbst wenn irgendwas nicht den Weg in irgendeine App oder ein Programm findet, geht es nicht verloren, weil ich die vollgekritzelten Hefte ja archiviere.

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  3. Pingback: Notizen ordnen - schnell und einfach mit Google | Stachowitz | Werbung.Medien.Web

  4. Grundsätzlich kann ich mir alles besser merken, wenn ich es einmal von Hand (!) geschrieben habe. Ich trage deshalb immer ein kleines Buch mit mir rum (wirklich klein: 11×7 cm), in das ich schreibe was ich tun muß, Dinge, die ich mir merken möchte, Bücher, die ich lesen will und dergleichen. Was erledigt ist wird durchgestrichen, dahinter kommt das Datum. (Durchstreichen ist ungemein befriedigend und man sieht schnell was auf einer Seite noch „offen“ ist).
    Im Büro habe ich das gleiche Buch, aber in DIN-A 4. Vor jeden Eintrag male ich ein Kästchen. Ist der Job erledigt, mache ich ein Kreuz in eben dieses Kästchen. Aufträge stehen nur auf den rechten Seiten im Buch. Links ist dann Platz für zugehörige Anmerkungen/Ergänzungen.
    Geburtstage und Termine stehen im Filofax. Very old school, ich weiß … Aber es funktioniert!

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    • Liebe Carina,

      vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich mag auch gerne etwas durchstreichen oder am Ende des Tages den ‚Lauf‘-Zettel in den Papierkorb beförden.
      Ich finde es ja bemerkenswert, dass Du auf so einem kleinen Notiz-Block Platz hast…

      Ganz liebe Grüße
      Rebekka

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